Dünisch's Bier- ABC
A
Alkoholgehalt - der Alkoholgehalt des Bieres hängt eng mit dem Stammwürzegehalt zusammen: Ein Drittel bis ein Viertel der Stammwürze wird durch Gärung in Alkohol umgewandelt. So hat beispielsweise das Pils bei einem Stammwürzegehalt von ca. 11 % einen Alkoholgehalt von ca. 3,5 bis 4 %.
Altbier ist ein dunkles Bier, das nach „alter“, d.h. obergäriger Art gebraut wird.
B
Bier ist ein Getränk, das durch alkoholische Gärung aus Hopfen, Hefe, Malz und Wasser entsteht. Für untergärige Biere darf nur Gerstenmalz, für obergärige darf auch Weizenmalz mitverwendet werden.
Bierarten werden unterschieden nach obergärigen und untergärigen Bieren.
Bierausstoß - pro Jahr werden in Deutschland rund 94 Mio. Hektoliter Bier gebraut.
Biergattungen - Es gibt die steuerlichen Gattungen: Einfachbier(2-5,5 % Stammwürze, siehe Erklärung), Schankbier (7-8%), Vollbier (11-14%) und Starkbier (über 16 %).
Bock - Ober- oder Untergäriges Bier mit mindestens 16 % Stammwürze. Es gibt helle und dunkle Bockbiere.
Braunbier - Volkstümliche Bezeichnung für schwach alkoholhaltiges und wenig gehopftes, brauntöniges, obergäriges Bier mit wenig Kohlensäure. Heute kaum noch erhältlich.
D Darre
Doppelbock ist ein extrastarkes Bier, mindestens 18 % Stammwürze(ca. 5,7 % Alkohol)
E Eisbock
Export - Helles, untergäriges Vollbier, weniger herb als Pils, Stammwürzegehalt mindestens 12,5 %.
F Fassbier - 30 % des Bierausstoßes werden auf Fässer abgefüllt.
Flaschenbier - Rund 70 % des in Deutschland getrunkenen Bieres wird in Flaschen und Dosen gekauft.
G Gärung, beim Gären verwandelt Hefe Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure.
Gambrinus heißt einer der Schutzpatrone der Brauer.
Gerste - Zweizeilige Sommergerste ist wegen des niedrigen Eiweißgehalts zum Brauen am besten geeignet. Sie wird durch Keimen und Darren in Malz umgewandelt und dann erst zum Brauen verwandt.
H Hansen - Emil Christian Hansen wies die verschiedenen Hefesorten wissenschaftlich nach. 1881 vermehrte er sie in Reinzucht.
Hefe bringt die Bierwürze zur Gärung. Obergärige Hefe setzt sich nach Beendigung des Gärvorganges oben ab, untergärige entsprechend unten.
Hopfen gibt dem Bier den typischen herben Geschmack erhöht die Haltbarkeit und verhilft der „Blume“ zur Standfestigkeit.
I
Inhaltsstoffe sind Kohlenhydrate, Eiweiß, Kohlensäure, Alkohol, verschiedene Mineralstoffe sowie Vitamine und Wasser.
J Jahresbierverbrauch - Die Deutschen tranken 1984 mit ca. 145 l pro Kopf und Jahr weltweit das meiste Bier.
Jungbier heißt das Bier nach der Hauptgärung. Es wird in Drucktanks noch 4-6 Wochen gelagert.
K Kalorien - Bier hat, je nach Sorte, pro Liter rund 450 kcal.
Klosterbrauerei -Die Klöster haben sich besonders um die Braukunst verdient gemacht. Fast jedes Kloster hatte früher eine eigene Brauerei.
L Läutern - Nach Beendigung des Maischvorganges werden die in Wasser gelösten festen Extraktteile im Läuterbottich von den Trebern getrennt.
Linde, Carl von - Erfinder der Kühlmaschine. Durch seine Erfindung wurde Brauen während des ganzen Jahres möglich.
M Märzen ist ein untergäriges Vollbier, das früher - als nur im Winter gebraut werde konnte - im März stärker eingebraut wurde, um es durch höheren Alkoholgehalt länger gegen Verderb zu Schützen. Nach den heißen Sommermonaten wurde und wird es noch heute bei Bierfesten ausgeschenkt.
Maibock ist ein kräftig gefärbtes Starkbier, das u.a. in München im Mai ausgeschenkt wird. Sein Stammwürzegehalt liegt bei mindestens 16 %.
Maische - Maischen, heißt mischen von Malzschrot und Wasser. Das anschließende Erhitzen verflüssigt die schwerlöslichen Bestandteile des Malzschrots.
Malz - Um Gerste und weizen zum Brauen zu verwenden, werden sie in Braumalz umgewandelt. Die Körner werden zum Keimen gebraucht und dann auf der Darre getrocknet.
Malzbier - Ein obergärig gebrautes, braunschwarzes Bier, bei dem die 7%ige Malzwürze durch Zucker, der karamelisiert sein kann, auf einen Extraktanteil von 12 bis 13 % gebracht wird.Der Alkoholgehalt liegt bei 1 %. Darf in Bayern und Baden-Württemberg nur als Malztrunk bezeichnet werden.
Malzschrot - das Malz wird in der Schrotmühle zerquetscht, um dann eingemaischt zu werden.
N Nachgärung - In Lagertanks gärt das Jungbier unter Drucknach und reift, dabei reichert es sich gleichzeitig mit Kohlensäure an.
O Obergärige Biere sind Biere die mit obergäriger Hefe hergestellt sind. (Alt, Kölsch, bayrisches Weiß- oder Weizenbier, Süßbier, Berliner Weiße)
P Pils (Pilsener) Sortenbezeichnung für ein helles Vollbier mit meist kräftigem Hopfengeschmack.
R Reinheitsgebot - Älteste lebensmittelrechtliche Vorschrift der Welt. Von Herzog Wilhelm IV. von Bayern 1516 erlassen. Sie besagt, daß Bier ausschließlich aus Gerste, Hopfen und Wasser gebraut werden darf. Heute wird zusätzlich Hefe verwendet, ein Rohstoff, den man damals mehr als Backmittel kannte.
S Stammwürzegehalt - Der Stammwürzegehalt bedeutet die Menge der aus dem Malz gelösten Stoffe in der unvergorenen Würze, i.e. sind das Malzzucker, Eiweißstoffe, Vitamine und Aromastoffe. Aus der Stammwürze bilden sich durch Vergärung ca. 1/3 Alkohol, 1/3 Kohlensäure, 1/3 Restextrakt.
Sudhaus - Hier stehen Maischbottich, Läuterbottich und Würzepfanne.
T Treber - Malzrückstände(Spelzen), die nach Abfließen der Würze im Läuterbottich verbleiben. Werden als Futter in der Viehhaltung verwendet.
U Untergärig sind Biere, die mit untergäriger Hefe hergestellt sind.( Pils, Export, Bock, Doppelbock, Hell, Märzen, Lager)
V Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei (VLB) Berlin - Zusammen mit Weihenstephan bedeutendste Ausbildungsstätte für das Brauwesen.
Vollbier - Biergattung mit einem Stammwürzegehalt zwischen 11 und 14 %. 98,9 % aller deutschen Biere sind Vollbiere.
W
Weizenbier - Obergäriges bayrisches Bier als Voll-und Starkbier hergestellt. Zum Brauen von Weizenbier wird neben Gerstenmalz auch Weizenmalz verwendet.
Würze - Die aus dem Malz herausgewaschenen löslichen Bestandteile werden zusammen mit dem Hopfen in der Würzepfanne gekocht. Damit wird Keimfreiheit erzielt und durch Einkochen der vorgesehene Stammwürzegehalt erreicht.
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